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Holzige Biomasse (Phase II Umsetzungsphase)

Projektzeitraum: Jan. 2018 bis Dez..2021.

Die Bewilligung des Modellvorhabens durch das Land Hessen erfolgte im Dezember 2017. Besonders erwähnenswert ist dabei die 100%ige Förderung des Projekts i. H.v. 365.000 €, die die Einzigartigkeit und damit den Modellcharakter des Projekts unterstreicht.

Die zweite Phase (Umsetzungsphase), die im Frühjahr 2018 beginnt, soll auf Basis der erarbeiteten Ergebnisse aus der Konzeptentwicklung eine möglichst breite Umsetzung der Nutzungskonzepte ermöglichen bzw. geeignete Schritte auf dem Weg zu einer Umsetzung initiieren. Der WMK legte bei der Konzipierung des Modellvorhabens besonderen Wert auf die Erarbeitung von praxisorientierten und zügig umsetzbaren Wegen zur Bereitstellung und Verwertung holziger Biomassen, die bisher aus unterschiedlichen Gründen nicht in die Nutzungskonzepte einbezogen werden konnten. Neben verschiedenen Restholzsortimenten soll perspektivisch auch der Anbau von Kurzumtriebsplantagen (nachfolgend: KUP) auf geeigneten Standorten, die nicht in landwirtschaftlicher Konkurrenz stehen, vorangebracht werden. Nachfolgend sind die Ziele des Modellvorhabens formuliert:

  1. Ein Ziel des Vorhabens liegt auf einer deutlichen Verminderungen von CO2-Emissionen durch die Substitution fossiler Energie durch erneuerbare Brennstoffe.
  2. Darüber hinaus möchte der WMK durch die Einbindung gewerblicher Akteure in das Vorhaben auch eine wirtschaftliche Stärkung der strukturschwachen nordhessischen Region erreichen und damit dem demografischen Wandel entgegenwirken. Ein Verbleib der gesamten Wertschöpfung im WMK wird angestrebt.
  3. Weiterhin wird vom WMK die Vorbildfunktion des Kreises hinsichtlich der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen betont. Die erarbeiteten Maßnahmen des Modellvorhabens sollten daher den Handlungsspielraum der Kreisverwaltung besonders berücksichtigen.
  4. Einen Schwerpunkt des Vorhabens legt der WMK auf die Synergien, die durch die gemeinsame Verwertung von Stoffströmen in einer koordinierten Vorgehensweise zu erzielen sind. Zwar sind die einzelnen Stoffströme und ihre technischen Nutzungsmöglichkeiten prinzipiell bekannt, ihre Mobilisierung scheitert teilweise aber an ungenügenden Mengenszenarien, technischen Schwierigkeiten, unklaren rechtlichen Rahmenbedingungen, der Ökonomie oder der saisonalen Verfügbarkeit. Diese Hinderungsgründe sollten im Modellvorhaben näher untersucht und Wege zu ihrem Abbau ausgearbeitet werden.
  5. Die Übertragbarkeit der Projektergebnisse auf andere, ähnlich strukturierte Landkreise ist ein weiteres Anliegen des WMK und des Fördermittelgebers (Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, HMUKLV). Im Rahmen eines Leitfadens soll eine nachvollziehbare Anleitung zur Umsetzung eines solchen vernetzten Vorhabens erstellt werden. Mit einer begleitenden Evaluierung des Modellvorhabens kann eine differenzierte Analyse aller Einflussfaktoren erfolgen, die dann im Anschluss der Erstellung eines Leitfadens dienen kann.